7. Kyu

Karate Stellungen

Sämtliche von uns verwendeten Grund- und Kampfstellungen sind unten abgebildet. Wenn du mit der Maus über das jeweilige Bild fährst, erfährst du mehr über die jeweilige Stellung.

Quelle: Wikipedia (angepasst auf Kimura Shukokai Karate)

Grundstellungen

Grundstellungen (jap. 自然体, shizentai, wörtlich natürliche Körperhaltung) sind dafür konzipiert, über lange Zeit aufrechterhalten zu werden. Sie werden im Karate meist in Situationen eingesetzt, in denen keine direkte Bedrohungssituation vorliegt. In ihnen drückt sich vielmehr eine grundsätzliche Bereitschaftshaltung aus.

Zur weitgehenden Entlastung sind die Beine fast gestreckt (die Knie jedoch nicht durchgedrückt), der Oberkörper aufrecht. Stabilität tritt deutlich in den Hintergrund gegenüber der Möglichkeit, sich nach einer potentiell langen Ruhephase schnell in eine effektive Kampfhaltung zu begeben.

 

Der Körper ist in den meisten Grundstellungen dem Gegner zugewandt, ohne dass ein besonderer Abstand zum Partner angenommen würde. Ausnahmen bilden Teiji dachi und Renoji dachi, in denen der Körper abgedreht und etwas zurückgezogen ist.

In der Selbstverteidigung kommt den Grundstellungen außerdem neben der Flexibilität eine deeskalierende Wirkung zu, da keine offene Kampfbereitschaft signalisiert wird.

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Heisoku dachi

Kampfstellungen

Grundstellungen unterscheiden sich von den Kampfstellungen in der Hinsicht, dass die Grundstellungen zwar durch die hohe Position der Hüfte und die nebeneinander stehenden Füße instabiler sind und es somit schwerer ist, effektiv Kraft von vorne aufzunehmen oder nach vorne abzugeben. Daher verwendet man sogenannte Kampfstellungen (jap. 組手立ち, Kumite dachi). Sie opfern einen Teil der Flexibilität der Grundstellungen zu Gunsten von Stabilität und einer variableren Distanz zum Gegner. Die Grundstellungen erlauben dennoch starke Techniken, denn die Kraftübertragung funktioniert hier genauso wie in einer Kampfstellung, ohne jede Einschränkung. Die Faust-oder Fußtechnik ist lediglich nicht ganz so stark wie in einer Kampfstellung.

Wichtig für die Kraftübertragung ist auch die Haltung des restlichen Körpers. Alle Kampfstellungen, bei denen die Füße nicht direkt neben- oder voreinander stehen,

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Sanchin dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

Zenkutsu dachi

 

können mit verschiedenen Hüftpositionen ausgeführt werden. Bei Angriffstechniken und beidarmigen Blocks ist die Hüfte meist frontal auf den Gegner ausgerichtet, in Bereitschaftshaltung (Kamae) und bei einarmigen Blocks ist die Hüfte 45° (in Kōkutsu dachi und Moto dachi 90°) zur Seite abgedreht. Die Verbindung zwischen Beinen und Körper wird durch das Kippen des Beckens nach vorne erreicht; dabei wird durch das Anspannen der Bauchmuskeln verhindert, dass „der Hintern rausschaut“. Der Oberkörper bleibt (mit wenigen Ausnahmen, etwa Yama zuki) die ganze Zeit in einer senkrechten Position.

Funakoshi führte zunächst nur Zenkutsu dachi, Kōkutsu dachi, Kiba dachi, Neko ashi dachi und später Fudō dachi ein, im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch eine Vielzahl weiterer Stellungen.